ist ein mittelgroßer, athletischer Hund mit kräftigem Knochenbau. Er ist geschmeidig, agil und etwas länger als hoch. Diese Rasse ist muskulös und kräftig genug, um den ganzen Tag zu arbeiten, ohne an Schnelligkeit und Wendigkeit einzubüßen. Der Gang des Hundes ist frei und mühelos, und er muss in der Lage sein, blitzschnell Richtung und Geschwindigkeit zu wechseln. Sein doppeltes Fell ist wetterfest, wobei das Deckhaar von mittlerer Textur und Länge ist und von glatt bis gewellt reicht. Der Ausdruck ist aufmerksam, intelligent und eifrig.

Geschichte
Der Australian Shepherd ist eigentlich keine australische Rasse, sondern kam über Australien nach Amerika. Eine gängige Theorie über die Ursprünge der Rasse beginnt im 19. Jahrhundert, als sich baskische Einwanderer aus Europa in Australien ansiedelten und ihre Schafe und Hütehunde mitbrachten. Bald darauf zogen viele dieser Schäfer mit ihren Hunden und Schafen in den Westen der Vereinigten Staaten. Amerikanische Schäfer gaben diesen Hunden den Spitznamen Australian Shepherds, da dies ihre unmittelbare frühere Heimat war.
Das raue Gelände Australiens und Westamerikas verlangte nach Hütehunden, die sich deutlich von den in Europa bekannten unterschieden. Doch durch verschiedene Kreuzungen und strenge Selektion auf Arbeitsfähigkeit passte sich der Baskische Schäferhund schnell an und bewährte sich unter diesen anspruchsvollen Bedingungen. Die Rasse blieb bis in die 1950er-Jahre relativ unbekannt, als sie in einer populären Fanghunde-Show bei Rodeos auftrat und sogar in einem Film zu sehen war. Viele dieser Hunde, die Jay Sisler gehörten, finden sich in den Stammbäumen heutiger Australian Shepherds wieder.
Der erste Australian Shepherd wurde beim International Register of English Shepherds, heute bekannt als National Stock Dog Register, registriert. Der AKC erkannte den Australian Shepherd 1993 an. Die in den AKC-Statistiken angegebene Popularität unterschätzt die tatsächliche Beliebtheit der Rasse, da ein Großteil dieser Arbeitshunde noch nicht beim AKC registriert ist. Der Australian Shepherd zählt zu den vielseitigsten Rassen und glänzt in Ausstellungen, Gehorsamsprüfungen, Hüte- und Agility-Wettbewerben. Er eignet sich auch hervorragend für die Arbeit mit Nutztieren; manche sind sogar der Ansicht, dass seine enge Arbeitsweise besser für Rinder als für Schafe geeignet ist.
Temperament
Der Australian Shepherd ist ausdauernd und anhänglich, mutig, aufmerksam, selbstbewusst, unabhängig, intelligent und gehorsam. Bekommt er nicht genügend Bewegung und geistige sowie körperliche Anregung, kann er frustriert und schwierig im Umgang werden. Mit ausreichend Bewegung und Training ist er ein treuer, anhänglicher und gehorsamer Begleiter. Fremden gegenüber ist der Aussie zurückhaltend und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Diese Rasse kann versuchen, Kinder und Kleintiere durch leichtes Zwicken zu hüten.

Wartung und Schulung
Diese Rasse benötigt täglich ausreichend Bewegung, idealerweise eine Kombination aus körperlicher und geistiger Herausforderung. Das Fell sollte ein- bis zweimal wöchentlich gebürstet oder gekämmt werden.
Gesundheit
- Hauptsorgen: Katarakte, CEA
- Kleinere Bedenken: KHK, nasale Sonnendermatitis, Pelger-Huet-Syndrom, Iriskolobom, CEA, Hypothyreose
- Gelegentlich beobachtet: lumbosakrales Syndrom, Epilepsie, PRA, Distichiasis, Ellenbogendysplasie
- Empfohlene Untersuchungen: Hüfte, Auge, (Schilddrüse), (DNA-Bestimmung von CEA), Ellbogen
- Lebensdauer: 12 bis 15 Jahre
- Hinweis: Diese Rasse reagiert oft empfindlich auf Ivermectin. Homozygoter Merle-Genotyp, der gesundheitsschädlich ist, führt in der Regel zu Taubheit und Blindheit. Ein natürlicher Stummelschwanz kann schwere Wirbelsäulendefekte verursachen.
- Gewicht: 18 bis 30 kg
- Herkunftsregion: Vereinigte Staaten
- Entstehungsdatum: 1800
